Welcome to Berlin Gym - Verein der Kampfkünste e.V. 

Kampfsport in Friedrichshain / Mitte 

Philosophie



"Die höchste Kunst des Kampfes ist es nicht zu kämpfen"

Dies ist ein vielzitiertes oft verstandenes, vielmals falschverstandenes Prinzip, das allen Kampfkünsten innewohnt. Kampfkunst hat generell einen friedliebenden Anspruch. Es geht niemals darum, sich für einen Angriff zu rüsten, ja gar anzugreifen. 


 Der wahre Budoka ist defensiv, tolerant, respektvoll, selbstlos und voller Demut.


Jedoch: Der Weg zur Erlangung solcher Gelassen- und Überlegenheit ist lang und hart. Vollkontaktkampfkünste eint zudem, dass sie höchste Ansprüche in jeder Hinsicht als alleinige Herausforderung akzeptieren. Nur wer eine langjährige Ausbildung durchläuft und innerhalb dieser sich vielen Entbehrungen aussetzt, wird erlernen sich und seine Fähigkeiten kennenzulernen und sie bewusst einzusetzen und auch aus der erlangten Überlegenheit über den Dingen zu stehen, Konflikten von vornherein aus dem Wege zu gehen.

Das Medium hierzu ist die Vollkontkat Schulung (siehe unten: "Vom Geiste des Osu"). Das verlangt dem Budoka jahrelanges Training und eiserne Selbstdisziplin ab.

Zu betonen ist in diesem Kontext, dass natürlich die Interessen und Ziele des jeweiligen Mitglieds im Vordergrund stehen. Diesen gerecht zu werden ist oberstes Gebot und Aufgabe des Trainers. Der geistige Gehalt prägt das Training und die erlernten Techniken und Werte durchdringt das gesamte Trainingskonzepot und wird somit gleichwohl vermittelt 

Und: Wie lange auch eine Ausbildung zum Fortgeschrittenen, Trainer oder Meister dauert: Natürlich stellen sich erste Erfolge nach kurzer Zeit ein, auf denen Aufzubauen und so immer neue Herausforderungen anzunehmen ist der Weg des Budoka. 

Kindertraining

Insbesondere beim Kindertraining ist der faire, respektvolle Umgang Miteinander wichtig. Schrittweise werden die Kleinen und Heranwachsenden im Umgang miteinander und der Außenwelt geschult.

Folgende Aspekte lassen sich deklatorisch festhalten:


Aufmerksamkeit: Schulung der Konzentrationsfähigkeit in verschiedenen Stufen, die auch befähigt im (schulischen) Alltag ruhiger, aufmerksamer und konzentrierter zu sein.  

 

Respekt: Achtung vor allen Mitschülern und insgesamt allen anderen sowie zu erlernen dem Lehrenden entsprechende Wertschätzung zu zeigen.  

 

Disziplin: Das Erlernen der Fähigkeit das Training und im weiteren Sinne das Leben als stetige Herausforderung zu begreifen mit der Zielsetzung diese anzunehmen und meistern.   

 

Mut: Die beschriebenen Herausforderungen anzunehmen und mit jedem Training ein stückchen weiter zu kommen, ja mit Annahme der Herausforderung persönlich zu wachsen, zu reifen.  

 

Erfolg: Das Erlernen Ängste und Herausforderungen zu überwinden und somit ein Erfolgeserlebnis zu erfahren, sowie persönliche Annahme durch die Mitmenschen, bzw. die jeweilige Gruppe

Tri Presitia Pesilat

Wir Pesilat wollen vorbildliche und disziplinierte Menschen sein, die sich ständig weiterentwickeln.

 

Wir Pesilat respektieren Frieden, Freundschaft und Fortschritt und sind aufgeschlossen gegenüber allen Mitmenschen unabhängig von Hautfarbe und Religion.

 

Wir Pesilat sind Verfechter der Wahrheit, Ehrlichkeit und Gerechtigkeit

Dojo Kun

Kyokushinkai-Kan: Vom Geiste des OSU!

Abschließend zu Kampf des Gerechten, Masutatsu Oyama (Begründer des Kyokushin)

Karate

Die Kampfkünste wurden erdacht um Siege zu fördern, daher erfordern sie Rivalität. Doch gleich wie stark der Rivale auch ist, der Gerechte wird immer siegen. Davon bin ich überzeugt. Demzufoge muß Karate eine gerechte Kunst sein.

Menschliche Wesen, die diesen Namen auch verdienen, sollten gewillt sein, Gemeinheit durch Gerechtigkeit zu bekämpfen, und dies bis zum Tode, falls es nötig sein sollte.

Ohne diesen Willen, in dieser Weise für die Gerechtigkeit einzustehen, was wäre das Leben noch wert? ...

Die höchsten Dinge, die man aus einem Kampf auf der Grenzlinie zum Tod erfahren kann, sind Gerechtigkeit, Höflichkeit und der WEG.

 

Und das Erreichen dieser drei Dinge bedeutet einen gewissen Sieg. Im Vergleich dazu sind Ruhm und Geld ohne Bedeutung.

- Masutatsu Oyama -Begünder des Kyokushin-Karate 

 Vom Geiste der Ausdauer

„Ishi no ue ni san nen“ so lautet ein japanisches Sprichwort und es will sagen: „Drei Jahre auf einem Felsen." Es weist auf die Notwendigkeit, zu allen Zeiten ausdauernd zu sein -eines der wichtigsten philosophischen Anliegen des Kyokushin-Karate. Und es war Sosai, der sagte, für einen Karateka müsse es eigentlich heißen: Sekijo ju nen - zehn Jahre auf einem Felsen. Denn wo der durchschnittliche Mensch drei Jahre Ausdauer zeigt, da hat der Karateka es mühelos auf zehn Jahre zu bringen.

Kyokushin ist eine Kunst, die vieles zu den Zielen des Lernenden beizturagen hätte -zu den kurz- wie zu seinen längerfristigen Zielen. Tritte, Stöße und Kata zu transzendieren bedeutet, den besonderen Geist zu spüren, der einen Ausführenden umgibt. Und genau hier kann man lernen, wie die Anforderungen des Alltags mit Reife und Ausdauer zu bewältigen sind. Bleibt dem Budoka nur bewußt, dass sein wahres Potential in der ewigen Wahrheit der Ausdauer ruht, vermögen gegnerische Stöße ihn kaum jemals aus dem Gleichgewicht zu bringen.

Ein erster Hinweis, wie ein Lernender diesen Geist kultiviert, mag allein schon damit gegeben sein: Die Haltung des „Was soll´s“, weiß er durch die Haltung zu ersetzen, kleinste Herausforderungen bereitwillig anzunehmen. Noch ein Liegestütz mehr, einmal noch in die Hocke gehen-bevor ich aufgebe. Aus diesen bescheidenen, aber äußerst wichtigen Anfängenwächst allmählich der Wunsch, mehr und mehr Herausforderungen anzunehmen. Und schließlich wird gelernt, das Training des Karate selbst als eine ernsthafte Herausforderung zu begreifen und so vieles über das Leben zu lernen. Man meistert die Kata und erahnt ihren Geist. Man lernt in der Kumite, von Angesicht zu Angesicht, dass Stöße und blaue Flecke geringer wiegen, als die Annahme der Herausforderung an das Selbst. Kumite hat in vielen Kampfsportarten kaum ein Äquivalent in der Realität oder existiert nicht einmal. Daher ist sie auch die entscheidende Herausforderung, sich mit seinen eigenen Mängeln zu konfrontieren und sie zu bekämpfen, die sich oft nicht so leicht ergibt. Die Kumite, sie ist essentiell für das Training eines Karate-ka. Wie kann man selbstbewusst reagieren, ohen es je geübt zu haben? Es gibt einfach zu viele Möglichkeiten, denen Beachtung geschenkt werden muss, als dass die Reaktion dem Zufall überlassen werden könnte. Wie kann man die erstaunliche Unverwüstlichkeit des menschlichen Körpers wertschätzen, ohne je Erfahrungen gesammelt zu haben? Es kann eine sehr lehrreiche Einsicht sein, wenn man seinem Gegner den vermeintlich letzten Schlag versetzt und dieser noch immer lächelnd vor einem steht. Wie kann man wirklich erwarten, eine ernsthafte Auseinandersetzung erfolgreich und mit Reife zu überstehen, ohne sick jemals in der Kumite bewährt zu haben? Die schärfste Klinge wird im heißesten Feuer geschmiedet.

Diese Charakterstärke wird allein durch hartes und ausdauerndes Training erworben und ist bekannt unter dem Namen „osu no seishin". „Osu" als Wort hat seinen Ursprung im Begriff des „oshi shino-bu" und der meint: „durchhalten während man bedrängt wird". Das schließt den unbedingten Willen ein, sich selbst bis an die Grenzen des Erträglichen zu fordern, und derart zu lernen, jeder Art von Druck zu widerstehen. In seiner weitergehenden Bedeutung gestaltet sich das Wort mehrdeutiger - es beinhaltet einen-Anruf an die Seele: halte stand und lerne kämpfend, die Schwächen der menschlichen Natur, die jedem bekannt sind, zu überwinden.

Vom Geiste des Osu

Sehr genau vermag das Wort „Osu" das Höchste zu umschreiben, das die Kunst des Karate - und Kyokushin im besonderen - zu bieten hat. Als weise und mutig darf gelten, wer wirklich in der Lage ist, den Geist des Osu mit jedem Wort, jedem Gedanken und jeder Tat offenbar werden zu lassen. Auch das Training sollte zuerst und zuvorderst ganz im Geiste des Osu ausgeübt werden. Der Alltag schließlich, mit all seinen Verpflichtungen und Verantwortlichkeiten - im Geiste des Osu könnte er bewußter und damit erfüllter gelebt werden. Im Grunde des Herzens bestünden dann keine Zweifel, keine Ängste und keine Sorgen.

Die japanische Haltung ist die der Ausdauer. Wo es den Menschen des Westens so leicht erscheint, einfach aufzuhören, wenn es schwierig wird, weiß ein Japaner traditionell nur, dass er ausdauernd standhalten muss. Ebenso: wenn einer im Training Schmerz empfindet. sollte dies nicht das Signal zum Aufhören sein, sondern sollte es als Gelegenheit angesehen werden, durch Beharrlichkeit zu reifen.

Selbst für den Anfänger. der sich seiner eingeschränkten Fähigkeiten bewusst ist und der nun vor den Anforderungen des Trainings zurückschrecken wird, reicht es aus zu wissen, dass er durch Beharrlichkeit und den Willen sein Ziel weiter zu verfolgen, enorme körperliche, geistige und emotionale Gewinne erzielen wird. Alles, was er braucht ist diese besondere Entschlossenheit. Einer, der sich nicht bemüht und zum Aufgeben neigt, darf auf lange Sicht nicht auf Verständnis hoffen. Der Unterrichtende erkennt den, der sich bemüht und den, der es nicht tut. So wie es auf der einen Seite selbst dem Naturtalent ohne jede Anstrengung unmöglich bleibt, über ein Mittelmaß hinauszuwachsen, so vermag der weniger Begabte andererseits allein durch Entschlossenheit und Ausdauer im Training deutlich fortzuschreiten. Allein über die Entschlossenheit und den Willen zu kämpfen, wird das Herz empfänglich für „Osu“ und der dich Unterrichtende wird sein Bestes geben, dich an unterstützen.

Keinen Platz für Geltungsbedürfnis und Selbstsucht kennt der Geist des „Osu“. Wenn sich der Schmerz verdoppelt, ist es oftmals das Ego, das davor zurückschreckt, nicht der Körper – denn die Widerstandskraft des Körpers ist wahrhaft erstaunlich. Sehr zahlreich sind die Geschichten vom Ertragen übermenschlicher Strapazen in Zeiten selbstloser Notwendigkeit. Wenn man es zulässt, dass sich das Ego verletzt fühlt wird der Körper an Kraft verlieren und aufgeben. Überwinde zunächst die Schwäche im eigenen Herzen und erfahre dann, wie sehr dein äußerer Gegner dir unwichtig erscheinen wird.


Der, der jeden Tag den Geist des „0su" zu leben weiß, hält seinen Kopf gebeugt, seine Augen aber richtet er nach oben, zurückhaltend wird er sprechen, ein gutes Herz haben und unermüdlich sein in der Ausübung seines Trainings.

 

 Prepare for glory!!!